Aus eigener Erfahrung liegt mir die Unterstützung von Menschen mit schweren Pathologien besonders am Herzen. 2017 wurde mir ein Tumor im Darm entfernt. Die tiefe oft leidvolle Empfindung hinter dem Knoten, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Leben zieht, lässt sich mit dem chirurgischen Messer nicht erreichen. Eine homöopathische Konstitutionsbehandlung kann dazu beitragen, dass Sie diesem besonderen Lebensabschnitt einen Sinn abgewinnen und innerlich daran reifen können. Ob und wie diese Auseinandersetzung mit sich selbst aussieht, entscheidet jeder für sich. Unabhängig von der Therapieform, die Sie wählen, unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg der Salutogenese (Gesundwerdung). Unerwartete Heilungen sind möglich und haben oft Gemeinsamkeiten. Dazu gehört, dass der Mensch im Heilungsprozess die Verantwortung für sich, seine Gesundheit und sein Leben nicht vollständig abgeben muss. Ein Patient drückte es so aus: Der Krebs ist eine Mahnung, ein Leben zu leben, das meins ist.

Die Diagnose Krebs ist mit großen Ängsten verbunden. Die Maschinerie kommt in Gang, Entscheidungen sollen möglichst rasch gefällt werden. Mein wichtigster Rat ist, die vielen Informationen in Ruhe abzuwägen. Bei der Entscheidung für eine Therapiemaßnahme, ggf. in Kombination mit anderen, sollte nicht die Angst der Ratgeber sein, sondern das Bauchgefühl zusammen mit dem Verstand.

Die Naturheilkunde kann begleitend sehr hilfreich sein, auch wenn aggressive Strategien verfolgt werden.

Mit homöopathischen Arzneien können Nebenwirkungen von Chemo- und/oder Strahlentherapie abgemildert werden.

Heilpilze können eine ganzheitliche Krebstherapie auf vielfältige Weise unterstützen (Mycotherapie). Generell sind alle Heilpilze reich an sekundären Inhaltsstoffen, die das Immunsystem stärken. Die Heilpilze Reishi, Auricularia, Cordyceps, Polyporus und weitere haben sich besonders in der Krebstherapie bewährt. Grund dafür sind u.a. ihre leberstärkenden, antientzündlichen und antitumoralen Wirkungen. Vielversprechende Erfahrungen mit Heilpilzen in der Krebstherapie kommen aus der traditionell chinesischen Medizin (TCM) und dem Forschungsinstitut für Heilpilze Mycotroph in 63694 Limeshain (www.HeilenmitPilzen.de).

Leider wird Krebspatienten oft immer noch empfohlen „essen Sie, worauf sie Appetit haben“ und orientieren Sie sich an den Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Diese empfiehlt in ihrer Ernährungspyramide, dass Kohlenhydrate die hauptsächliche Energiequelle sein sollen. Milch, Milchprodukte, Fleisch und Fisch dienen zur Eiweißversorgung und Fette/Öle machen nur einen ganz kleinen Anteil in der Spitze aus. Es fehlt die Angabe, ob dies auch für Krebspatienten ideal ist.

Besser ist nach meiner Ansicht der Ansatz von Hippokrates „Eure Nahrungsmittel sollen Eure Heilmittel sein“.

Die Krebsentstehungsmechanismen sind zahlreich und in ihrer Gesamtheit noch nicht überschaubar. Man weiß aber, dass bei Krebs eine veränderte Stoffwechselsituation vorliegt und es sinnvoll ist, den Blutzucker-, Insulin- und IGF-Spiegel –das ist der insulinabhängige Wachstumsfaktor- zu senken. Krebszellen sind abhängig von diesen Signalen, regelrecht süchtig nach Zucker, Insulin und dem IGF Wachstumsfaktor.

Niedrige Werte bei Blutzucker, Insulin und IGF kann man durch Fasten erreichen. Den Zusammenhang zwischen Fasten und Krebs hat zuerst Professor Valter Longo von der University of California Los Angeles erforscht. Sein Ergebnis ist, dass Fasten gesunde Zellen stärkt und kranke schwächt. Kurzzeitfasten in Zusammenhang mit Chemotherapie wird inzwischen auch in Deutschland weiter erforscht mit ermutigenden Ergebnissen (www.krebsinformationsdienst.de). Der Hintergrund ist, dass Krebszellen Glukose zur Energiegewinnung brauchen, sie können nicht umschalten auf die Verwertung von Fetten, wie das gesunde Zellen können. Krebszellen werden durch Zuckermangel geschwächt und sind so empfindlicher für Zytostatika.

Längeres Fasten ist für Krebspatienten bei bestehender Schwäche nicht sinnvoll. Eine Alternative bietet die ketogene Ernährung. Bei dieser Ernährungsform werden bevorzugt Fette und Eiweiße verzehrt und auf Kohlenhydrate weitgehend verzichtet. Auch so gelingt die Umstellung auf den heilsamen Fettstoffwechsel. Eine Anleitung mit Rezepten für eine vegetarische ketogene Ernährung gibt R. Dahlke in seinem Buch: peace food keto-Kur. Damit könnten Sie sofort anfangen.

Die Ernährung für Krebspatienten sollte reich sein an hochwertigen pflanzlichen Eiweißen und Fetten, dafür arm an Kohlenhydraten und tierischem Eiweiß. Eine solche Diät kann die gesunden Zellen stärken und Krebszellen sogar schwächen.

Gemüse, Obst und Kräuter sind wichtige Zutaten, bevorzugen sie kohlenhydratarme Gemüsesorten. Tipp: diese wachsen oberirdisch, während unterirdische Speicherorgane (Kartoffeln, Möhre) eher stärkehaltig sind. Der Verzehr von tierischen Produkten zur Eiweißversorgung ist eine persönliche Entscheidung, es gibt gute Alternativen, wie z.B. die Süßlupine und Pilze. Wer viel tierisch Eiweiß zu sich nimmt, steigert den Insulin- und IGF – Spiegel. Der Wachstumsfaktor IGF ist in Milchprodukten reichlich enthalten, besonders in Kuhmilch.

Es gibt weitere sinnvolle Möglichkeiten durch Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel, die Heilung bei schweren chronischen Erkrankungen zu unterstützen. Dazu gehören Heilkräuter wie Artemisia annua, die Auswahl an Fetten wie z.B. der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C, L-Carnitin und andere Maßnahmen. Die für Sie richtige Auswahl und Zusammenstellung kann individuell in meiner Praxis erfolgen.

Der Hinweis zum Schluss darf nicht fehlen, weil er so wichtig ist: Körperliche Bewegung an der frischen Luft unterstützt den Heilerfolg enorm. Auch damit könnten Sie sofort loslegen.